Der erste Schritt

… ist dieser Schritt, den ich hiermit auf Dich zugehe.

 

In diesem Artikel beschäftige ich mich in aller Kürze mit der Hemmschwelle, die uns sehr häufig daran hindert, den ersten Schritt zu machen. Egal worum es nun geht. Dieser Hemmschwelle ist unser Ego – zumindest in den allermeisten Fällen.

 

Das Fazit vorweg.

Das Fazit gleich an den Anfang zu stellen, kann durchaus eine spannende Herangehensweise sein. Denn Dir stellt sich nun die Frage, wie ich wohl auf diese steile These komme. Und weil Du wahnsinnig interessiert bist, liest Du auch gespannt weiter 😉 .

 

Was ist dieses Ego?

Ego – das hört sich erst einmal verstörend an, weil Ego ein sehr negativ behaftetes Wort ist. So wie bei Egoist. Und niemand sieht sich gerne in diesem Licht.

Aber wenn man sich ein wenig mit diesem „Konstrukt“ beschäftigt, stellt man fest, dass das Ego gar nichts schlimmes ist. Das Ego ist platt gesagt die Summe all unserer Erfahrungen und es ist eng an unseren Verstand geknüpft. Es ist ein Selbstbild, das wir von uns haben, von dem wir glauben, dass es auch andere Menschen von uns haben. Genau das ist aber ein Trugschluss und er entlarvt das Ego als nichts anderes als eine Illusion.

 

Wo kommt das her und wie werde ich wieder ich?

Wir haben verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören, auf unser Bauchgefühl. Die Intuition ist etwas sehr Altes und Natürliches in uns Menschen. Im Laufe der Evolutionsgeschichte haben die meisten von uns jedoch verlernt, ihr zu folgen und wir haben uns immer stärker von unserem Ego abhängig gemacht. Das führt mitunter so weit, dass Menschen zum Sklaven ihres Egos werden. Je nachdem was für Erfahrungen wir im Laufe unseres Lebens machen, hindert uns unser Ego stark oder weniger stark daran, auf unsere Intuition zu hören, diesen natürlichen Instinkt, dieses Wissen um die Wahrheit und Echtheit. Als Resultat trifft dieses verflixte Ego nun häufig auch noch die falschen oder gar keine Entscheidungen für uns.

Ich zitiere an dieser Stelle den bereits verstorbenen Dr. Wayne Dyer. Er hat einst eine wunderbaren Vergleich angestellt, in dem er das Wesen der Intuition sehr bildlich darstellte. Er sagte: „Vom Beginn des Menschwerdens an, von der Empfängnis bis zur Geburt, liegen wir im Mutterleib und sind völlig frei von allem. Wir machen uns keine Gedanken, ob wir nun blondes, braunes oder schwarzes Haar bekommen, welche Augenfarbe und welches Geschlecht wir haben werden. Wir liegen einfach nur da, werden versorgt und lassen die Dinge geschehen, die die Natur (das Universum) für uns bereithält. Und dann kommen wir zur Welt. Damit beginnt das Natürliche in uns in den Hintergrund zu treten, weil wir nun von den Menschen um uns herum erzogen werden“.

Wir bekommen sodann Verbote und Belohnungen auferlegt, die uns richtiges und falsches Verhalten lehren sollen. Häufig allerdings ohne Erklärung. Die Frage nach dem Warum ist jedoch essenziell, weil sie ein Verständnis dafür in uns weckt, was wir da lernen. Mit diesem Verständnis im Gepäck kann ich viel leichter mit meinem Bauchgefühl in Resonanz gehen. Jedoch bekommen wir meist keine Erklärung, wiederholen ein Leben lang das, was wir in der Kindheit gelernt haben und haben in Wirklichkeit keinen Plan, warum wir das tun. Es beginnt die Spaltung in uns.
Hätten wir eine Erklärung mit auf den Weg bekommen, wäre alles leichter. Oft fangen wir im Laufe des Lebens selbst an, nach einer Erklärung zu suchen. Und manchmal werden wir auch fündig. Was uns antreibt ist meist diese Disharmonie, die wir in uns verspüren. Wir beobachten über Jahre, dass Bauch und Kopf nicht der gleichen Meinung sind. Immer wieder setzt sich der Verstand über die Intuition hinweg und bewirkt damit, dass wir Entscheidungen treffen, die nicht immer das erwünschte Resultat bringen. Das ist dieser Moment, in dem wir uns ärgern, weil wir es doch eigentlich besser wussten und uns trotzdem anders entschieden haben. Ja, unser Bauch wusste es tatsächlich besser, aber wir haben seit der Kindheit brav gelernt, ihn zu ignorieren und unserem Verstand, unserem Ego freie Hand zu lassen.

 

Und nun?

Auch im Berufsleben stehen wir ständig in diesem Zwiespalt und treffen allzu oft lieber keine Entscheidung, als eine falsche Entscheidung zu treffen. Gerade als Inhaber, Geschäftsführer oder Budget-Verantwortlicher geht man lieber kein Risiko ein oder tut Dinge nicht, die durchaus Sinn machen und dem Unternehmen nützen und es voran bringen würden. Wir vermeiden den ersten Schritt.

Ich bin nun angetreten, diesen ersten Schritt zu gehen. Ich nehme ihn Dir ab. Und ich freue mich darauf, wenn Du nun den zweiten Schritt machst. Der zweite Schritt fällt schon wesentlich leichter. Wenn wir uns im Resultat also näher stehen, dann verstehen wir uns auch intuitiv besser und treffen ganz gewiss die richtigen Entscheidungen.

Lass uns wieder häufiger unserer Intuition folgen.

 

Herzliche Grüße
Stefan

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